Das Ringen mit den Vorgaben …

Immer wieder mal staune ich: neben vielem anderen auch darüber, wie mir bekannte Corporate Designs immer wieder nicht eingehalten werden. Bis hin zur Unkenntlichkeit. Dabei liegt der Nutzen solcher Gestaltungs-Vorgaben auf der Hand: Dem Auftraggeber spart es Kosten, weil nicht immer alles neu erfunden werden muß, und sichert zudem seine Wiedererkennbarkeit in der Außendarstellung. Und dem Gestalter wiederum macht es das Leben einfacher – wenn er sich denn daran hält. Dieses Sich-Einfügen in ein größeres Ganzes scheint manchen allerdings schwer zu fallen – vermutlich, weil es am kreativen Ego kratzt. Das Brechen von Regeln wird immer wieder mit Kreativität gleichgesetzt – dabei ist aber das Aufstellen von Regeln ein viel kreativerer Prozeß. Und so gebieten es der Respekt gegenüber Auftraggeber wie auch dem Designer-Kollegen, die Gestaltungsrichtlinien nicht willkürlich zu beugen. Daß es durchaus möglich ist, sich innerhalb eines Corporate Designs zu bewegen, ohne daß die eigene schöpferische Ader zu kurz kommt, möchte ich hier zeigen:

Ein Pflanzenführer für Rheinland-Pfalz

Für das „Dienstelistungszentrum Ländlicher Raum“ des Landes Rheinland-Pfalz arbeite ich immer wieder mal; besonders hervorheben möchte ich hier ein Büchlein, das bienenfreundliche Pflanzen im Mayener Bienengarten portraitiert. Hier galt es, die inhaltlichen Vorgaben und die liebevollen Illustrationen der Garten-Architektin Maike Frings mit dem Corporate Design des Landes Rheinland-Pfalz in Einklang zu bringen.

Das Rote Kreuz in NRW

Ein zweites Beispiel: Seit Jahren schon bin ich für das Deutsche Rote Kreuz in Nordrhein-Westfalen tätig. Über die Jahre sind so viele Plakate, Broschüren, Anzeigen entstanden, von denen ich hier ein paar Ausschnitte zeige. Immer wieder gilt es hier, die inhaltlichen Anforderungen vor Ort so zu vermitteln, daß die weltweit tätige Organisation dahinter erkennbar bleibt.